Telearbeit in Mittelstand
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Summary
Das DLR, vertreten durch den
Projektträger Informationstechnik/Multimedia hat im Auftrag des Bundesministeriums für
Bildung, Forschung, Wissenschaft und Technologie (BMBF) und der Deutschen Telekom AG einen
Pilot- und Demonstrationsversuch zur Telearbeit im Mittelstand durchgeführt.
Demonstration und Erprobung von
Telearbeit in mittelständischen Unternehmen verschiedener Wirtschaftsbereiche,
Übertragbarkeit und Verallgemeinerungsfähigkeit der gewonnenen Erfahrungen sind dabei
die Hauptziele der Förderinitiative. Weiterhin werden Impulse für den Arbeitsmarkt und
die Auslösung einer Gründungsoffensive von Telearbeitsplätzen im Mittelstand erwartet.
Kleinere und mittlere Unternehmen der
gewerblichen Wirtschaft wurden gefördert, wenn sie mindestens Telearbeitsplätze in einer
Größenordnung von 5% der vorhandenen Beschäftigten einrichteten. Im Rahmen eines
Wettbewerbs wurden die 500 Unternehmen ausgewählt, die die größte Anzahl an neu zu
schaffenden Telearbeitsplätzen im Verhältnis zur Gesamtmitarbeiterzahl aufwiesen.
Bei der zu verlagernden Arbeit mußte es
sich um eine Beschäftigung handeln, die traditionell an der Betriebsstätte ausgeführt
wird. Die Arbeitszeit außerhalb der Betriebsstätte muß mindestens 40 % der
Gesamtarbeitszeit betragen und für die Telearbeiter/innen ist ein reguläres
Arbeitsverhältnis zu vereinbaren.
Während der dreimonatigen Konzeptionsphase
erarbeitete das Unternehmen, organisatorische, technische, arbeitsrechtliche und
ökonomische Lösungen zur Entwicklung und Erprobung von Telearbeit.
In der zweiten einjährigen Phase findet
die Implementierung und Evaluierung des vorher erarbeiteten Konzepts statt. Der Zuschuß
pro Unternehmen beträgt bis zu 50 v.H. der zuwendungsfähigen Kosten, jedoch höchstens
50.000 DM.
Die wissenschaftliche Begleitforschung hat
zum Ziel, die Ergebnisse der Erprobung in allen Bereichen zu sammeln, zu begutachten und
zu verbreiten. Im Mittelpunkt des wissenschaftlichen Interesses steht dabei,
Kosten-Nutzen-Analysen vorzunehmen und festzustellen, ob die oben dargestellten
Herausforderungen gemeistert werden konnten.
An der Ausschreibung beteiligten sich 1300
Unternehmen. Von den ursprünglich ausgewählten Unternehmen erproben zur Zeit 400 die
Telearbeit. Insgesamt wurden 1700 Telearbeitsplätze eingerichtet, dabei wurden 500 neue
Arbeitsplätze geschaffen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt haben 90% der Unternehmen mit der
Erprobung begonnen.
Unterstützend zur Maßnahme Telearbeit im
Mittelstand wurde parallel ein Forum eingerichtet, das die Möglichkeit der qualifizierten
Beantwortung arbeitsrechtlicher Fragen per Telefon oder im On-Line-Forum bietet.
Im Rahmen der Begleitforschung wurde ein
Internet-Forum TIM (Telearbeit im Mittelstand) eingerichtet, das als Plattform zum
Austausch zwischen den geförderten Unternehmen und anderen Interessenten an Telearbeit
dient.
Projektträger des BMBF
für
Informations-
technik
-Multimedia-

Projektträger Informationstechnik
-Multimedia-

Für die aktive Gestaltung des Weges in die
Wissensgesellschaft ist das erklärte Ziel des Bundesministeriums für Bildung,
Wissenschaft, Forschung und Technologie (BMBF):
Þ Multimedia möglich machen.
Multimediale Informations- und
Kommunikationstechniken ermöglichen es, Text, Grafik, Bild, Ton und Film (Video)
gleichzeitig zu senden und zu empfangen und für unterschiedliche Zwecke speichern,
weiterverarbeiten und darstellen zu können.
Þ Multimedia Strategie
Nach der Multimedia-Strategie des
Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie (BMBF) gilt es
jetzt, die Anwendungspotentiale von Multimedia nachhaltig zu erschließen. Außerdem
besteht bei der Entwicklung von Medienkompetenz noch erheblicher Handlungsbedarf.
Daher konzentrieren sich die
Forschungsaktivitäten des BMBF und der Organisationseinheit Multimedia auf folgende
Schwerpunkte:
Þ Sicherheit in offenen Netzen
· Verläßlichkeit
Mit dem Informations- und
Kommunikationsdienste-Gesetz (IuKDG, Multimedia-GesetzÊ) wurde weltweit erstmalig eine
klare und einheitliche Regelung für Multimedia-Anwendungen geschaffen. Im
Förderschwerpunkt VERNET Verläßlichkeit kommerzieller Transaktionen in offenen
Kommunikationsnetzen" wird das Ziel verfolgt, unterschiedliche
Sicherheitstechnologien, Standards und Organisationsprinzipien in konkreten
Anwendungsumgebungen pilothaft zu kombinieren, weiterzuentwickeln und zu verifizieren.
Hierbei geht es um
- die Sicherstellung der Authentizität und
Integrität,
- die Gewährleistung der Vertraulichkeit,
- Schutzmechanismen gegen
Datenübertragungsfehler,
- Sicherheitsinfrastrukturen gegen
unautorisierte Zugriffe,
- Standardisierung von
Sicherheitsfunktionen.
Þ Datenschutz
Der Schutz persönlicher Daten ist die
entscheidende Voraussetzung für eine breite Akzeptanz der neuen Dienste durch den Nutzer.
Bei komplexen zukunftsweisenden Projekten soll beispielhaft gezeigt werden, wie
datenschutzrechtliche Aspekte in den gesamten Workflow bei Telekooperationsaktionen
einfließen und gestaltet werden können.
Neue multimediale Dienste und
Telekooperation
Teleservice bietet Chancen,
Ferndiagnose, Fernwartung und Fernreparatur über die Datennetze zeitnah und weltweit
durchzuführen. Mit dem Förderschwerpunkt Teleservice" werden kleine und
mittlere Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes bei der Einführung dieses Dienstes
unterstützt.
Für die Wirtschaft ist Telekooperation
Voraussetzung, sich am globalen Markt zu behaupten. Virtuelle Unternehmen stellen eine
interessante Organisationsform, besonders für kleine Unternehmen dar.
Þ Neue multimediale Dienste und
Telekooperation
Teleservice bietet Chancen, Ferndiagnose,
Fernwartung und Fernreparatur über die Datennetze zeitnah und weltweit durchzuführen.
Mit dem Förderschwerpunkt Teleservice" werden kleine und mittlere Unternehmen
des verarbeitenden Gewerbes bei der Einführung dieses Dienstes unterstützt.
Für die Wirtschaft ist Telekooperation
Voraussetzung, sich am globalen Markt zu behaupten. Virtuelle Unternehmen stellen eine
interessante Organisationsform, besonders für kleine Unternehmen dar.
Þ MEDIA@Komm
Mit dem Städtewettbewerb
Multimedia" sollen neue multimediale Anwendungsfelder für Dienstleistungen einer
Stadt und ihr Umfeld in einer integralen Form erschlossen werden. Dabei sollen
vertrauliche Dienste mit Hilfe der digitalen Signatur möglichst komplett im Netz
abgewickelt werden. Durch eine wissenschaftliche Begleitforschung wird ein breiter
Erfahrungsaustausch zur Verbreitung des Ergebnisse gewährleistet.
Þ Medienkompetenz
· Multimedia in der mittelständischen
Wirtschaft
Durch eine gemeinsam mit DIHT und ZDH
vorbereitete Kampagne zur Vermittlung von mehr Medienkompetenz im Bereich von Industrie,
Handel, Dienstleistung und Handwerk wird die mittelständische Wirtschaft stärker an
Multimedia herangeführt.
· Senioren ans Netz
Multimediale Techniken gewinnen gerade für
Senioren zunehmend an Bedeutung. Hiermit bietet sich die Chance, auch im Alter
selbständig zu bleiben und sein Leben aktiv zu gestalten. Im Einzelnen geht es um:
- Vermittlung von Kompetenz im Umgang mit multimedialer
Technik
- Unterstützung von Senioren im täglichen Leben durch
multimediale Kommunikationstechnologien.
- Benutzerfreundliche, an die spezifischen Belange älterer
Menschen angepaßte Lösungen der Multimedia-Technologien
- Erfahrungsaustausch von Gruppen in der Seniorenarbeit per
Internet
· Telearbeit
Eine zusätzliche Initiative des BMBF gibt
Impulse zur Verbreitung der Telearbeit. Telearbeit ist eine weitere wichtige
wirtschaftliche Möglichkeit, mit Multimedia die Chancen zur Flexibilisierung der
Arbeitswelt zu nutzen. Mit der im März 1997 gemeinsam mit der Deutschen Telekom A.G.
gestarteten Initiative soll Telearbeit in der mittelständischen Wirtschaft demonstriert
und erprobt werden. Eine weitere Initiative betrifft die Telearbeit in
Verwaltungen".
· Telelearning
Mit der wachsenden Verbreitung von
Multimedia-Anwendungen im Bildungswesen bieten sich neue Entwicklungschancen für das
Fernstudium an den Hochschulen. Neue Formen der Kooperationen in der Lehre durch
gemeinsame Lehrveranstaltungen im Netz werden angestrebt (virtuelle Universität).
Die
Förderinitiative


Richtlinie zur Förderung von Telearbeit im
Mittelstand
Bonn, März 1997
Förderziele
Das Bundesministerium für Bildung,
Wissenschaft, Forschung und Technologie gemeinsam mit der Deutschen Telekom AG will als
Beitrag zur Initiative Telearbeit der Bundesregierung einen Pilot- und
Demonstrationsversuch zur Telearbeit in mittelständischen Unternehmen fördern.
Ziele dieser Fördermaßnahme sind:
- Demonstration und Erprobung von Telearbeit in
mittelständischen Unternehmen verschiedener Wirtschaftsbereiche,
- Demonstration der Übertragbarkeit und
Verallgemeinerungsfähigkeit der gewonnenen Erfahrungen und Förderung des
Erfahrungsaustausches zwischen den Unternehmen im Rahmen einer Begleitforschung,
- Impulse für den Arbeitsmarkt und Auslösung einer
Gründungsoffensive von Telearbeitsplätzen im Mittelstand.
In einem 2-stufigen Förderprozeß wird
zunächst die Erstellung maßgeschneiderter Konzepte für Telearbeitsplätze im Rahmen
eines Wettbewerbs in bis zu 500 Unternehmen unterstützt und in der zweiten Phase wird die
Umsetzung des Konzepts (z.B. die Qualifikation der Unternehmensmitarbeiter für
Telearbeit) gefördert.
Die Teilnahme an einer Begleitforschung und
eine abschließende Evaluierung der Projekte nach einem Jahr dient der Verbreitung der
gewonnenen modellhaften Ergebnisse und Erfahrungen.
Förderinhalte
Kleinere und mittlere Unternehmen der
gewerblichen Wirtschaft können gefördert werden, wenn sie Telearbeitsplätze neu
einrichten. Dabei sollte als Orientierung die Schaffung neuer Telearbeitsplätze in einer
Größenordnung von 5% der vorhandenen Beschäftigten angestrebt werden. Bei der zu
verlagernden Arbeit, -sei es schon existierende wie auch neu geplante-, muß es sich um
eine Beschäftigung handeln, die traditionell an der Betriebsstätte ausgeführt wird. Die
Arbeitszeit außerhalb der Betriebsstätte muß mindestens 40 % der Gesamtarbeitszeit
betragen und für die Telearbeiter/innen ist ein reguläres Arbeitsverhältnis zu
vereinbaren.
Um die Akzeptanz und
Bewertungsmöglichkeiten von Telearbeit zu verbreitern, richtet sich die gemeinsame Förderung
zum einen auf die Konzeptionsphase, die vor einer Schaffung von Telearbeitsplätzen in der
Regel erforderlich ist und zum anderen im Rahmen einer einjährigen Erprobungsphase auf
die Qualifikation der Unternehmen für die Telearbeit:
- Während der maximal dreimonatigen Konzeptionsphase
erarbeitet das Unternehmen, falls erforderlich unter Einbeziehung fremder Hilfe,
maßgeschneiderte organisatorische, technische, arbeitsrechtliche und ökonomische
Lösungen zur Entwicklung und Erprobung von Telearbeit.
- In der zweiten Phase findet die Implementierung und
Evaluierung des vorher erarbeiteten Konzepts statt. Dabei sind die Qualifikation der
Mitarbeiter zur Telearbeit und ihre laufende Betreuung, sowie eventuell notwendige
Konzeptüberarbeitungen Gegenstand weiterer Förderung. Ferner wird die Inanspruchnahme
von Hilfsdiensten, wie z.B. einer Hotline oder eines Vor-Ort-Service bezuschußt, wobei
multimediale Telereparaturansätze von besonderem Interesse sind.
Zusätzlich findet eine Förderung
notwendiger Anpassungen von existierenden Softwareprogrammen durch das BMBF
statt.
Der Erwerb eines speziellen Softwarepakets
als Zugang zum künftigen Telekooperationsdienst der Deutschen Telekom AG wird nach seiner
Verfügbarkeit alleine durch die Deutsche Telekom AG gefördert.
Daneben wird die Deutsche Telekom AG
einen hochwertigen Multimedia-Personalcomputer inklusive ISDN-Anschluß, einer
Grundausstattung an Nutzersoftware (Office-Paket) und einer qualifizierten Installation zu
einem attraktiven Preis anbieten.
Keine Förderung kann für
die Einrichtung des TK-Anschlusses sowie der laufenden Telekommunikationskosten gewährt
werden.
Die ausgewählten Unternehmen müssen sich
verpflichten, an einer Begleitforschung teilzunehmen. Die wissenschaftliche
Begleitforschung hat zum Ziel, die Ergebnisse der Erprobung in allen Bereichen zu sammeln,
zu begutachten und zu verbreiten. Im Mittelpunkt des wissenschaftlichen Interesses steht
dabei, Kosten-Nutzen-Analysen vorzunehmen und festzustellen, ob die oben dargestellten
Herausforderungen gemeistert werden konnten. Die Begleitforschung wird zu gegebener Zeit
vom BMBF initiiert.
Zusätzlich zu den obigen Förderinhalten
wird die Deutsche Telekom AG zwei weitere Fördermaßnahmen zu diesem Themenfeld
einrichten:
- Konzeption und Einrichtung von Telearbeits- oder
TeleServicezentren sollen gefördert werden, wobei unterschiedliche Betreibermodelle
denkbar sind.
- Zusätzlich ist eine spezifische Begleitmaßnahme zur
Telearbeitsberatung, -ein sogenanntes Arbeitnehmerforum-, vorgesehen.
Die Details beider Maßnahmen werden
gesondert angekündigt.
V. Förderkriterien
Über die Teilnahme an der Fördermaßnahme
entscheidet vorrangig der Wettbewerb. Der Schwerpunkt bei der Begutachtung und bei der
Auswahl der zu fördernden Unternehmen wird dabei auf der Anzahl der neu zu schaffenden
Telearbeitsplätze im Verhältnis zur Gesamtmitarbeiterzahl und der Originalität der
Vorschläge liegen. Angestrebt wird die Förderung von bis zu 500 Unternehmen. Eine
Berücksichtigung aus möglichst vielen unterschiedlichen Branchen wird angestrebt.
Weitere Auswahlkriterien werden aus den zusätzlichen Angaben des Projektantrags
abgeleitet.
Im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel
(insgesamt ca. 20 Mio. DM) können nur Projekte gefördert werden, die zielkonform zu der
oben genannten Aufgabe sind; ein Rechtsanspruch auf Förderung besteht nicht.
Antragsberechtigt sind Unternehmen der
gewerblichen Wirtschaft, die alle folgenden Kriterien erfüllen:
- Geschäftsbetrieb in der Bundesrepublik Deutschland,
- die Beschäftigtenzahl übersteigt nicht 500 Personen,
- der Jahresumsatz beträgt höchstens 100 Millionen DM,
- das Unabhängigkeitskriterium ist erfüllt, wenn die KMUs
nicht zu 25% oder mehr des Kapitals oder der Stimmanteile im Besitz von einem oder
mehreren Unternehmen stehen, welche die Definition nicht erfüllen,
- das Vorhaben muß in der Bundesrepublik Deutschland
durchgeführt werden.
Der Zuschuß pro Unternehmen beträgt bis
zu 50 v.H. der zuwendungsfähigen Kosten, jedoch höchstens 50.000 DM. Die Förderung
unterteilt sich in zwei Phasen, wobei die unter IV beschriebenen Förderinhalte
maßgeblich sind:
- Nach Erstellung des Konzepts ist ein Zuschuß bis zu 10.000
DM möglich;
- Nach Abschluß der Teilnahme an der begleiteten,
einjährigen Erprobungsphase ist ein weiterer Zuschuß bis zu 5.000 DM und zusätzlich
eine anteilige Förderung bis zu 1.000 DM pro eingerichtetem Telearbeitsplatz möglich.
Der zahlenmäßige Nachweis hat sich auf
alle zuwendungsfähigen Kosten zu erstrecken. Die Kosten sind in voller Höhe und getrennt
voneinander zu belegen. Für Personalkosten sind Eigenbelege zulässig.
Die Förderquoten der Projektförderung
richten sich nach Artikel 92 des EWG-Vertrages in Verbindung mit dem Gemeinschaftsrahmen
für staatliche FuE-Beihilfen und der Verwaltungspraxis der EU-Kommission. Die
unterschiedlichen möglichen Förderungen eines einzelnen Unternehmens, die unter die
Rubrik de minimis"-Beihilfe fallen, dürfen nicht 100.000 ECU innerhalb von
drei Jahren ab dem Zeitpunkt der ersten Beihilfe übersteigen.
Die Ergebnisse
der Begleitforschung

Hintergrund Die Begleitforschung
dieses Förderprogramms führt die TA Telearbeit Gesellschaft für innovative
Arbeitsformen m.b.H. Geilenkirchen durch. Sie nimmt die konkreten Praxiserfahrungen der
mittelständischen Unternehmen detailliert auf, analysiert sie und dokumentiert die
Ergebnisse. Für die gesamte Dauer der Maßnahme tritt die TA Telearbeit in einen
intensiven Dialog mit den KMU und unterstützt so das Ziel der Initiatoren, Telearbeit im
Mittelstand nachhaltig zu fördern.
Konkret umfaßt die Begleitstudie die
Analyse der erarbeiteten Konzepte, zahlreiche Befragungen und Fallstudien sowie eine
Reflexion im Gesamtkontext in bezug auf:
erfolgreiche
Fallbeispiele
Wirkungen der Maßnahme
Gestaltung der Maßnahme
Die Ergebnisse werden im Rahmen von
Workshops den teilnehmenden Unternehmen, aber auch einer breiten Öffentlichkeit
vorgestellt. Am 4. Dezember vergangenen Jahres fand bereits die
erste Konferenz, die durch Bundesforschungsminister Herrn Dr. Jürgen Rüttgers und
Herrn Dr. Hagen Hultzsch, Vorstandsmitglied der Deutschen Telekom AG, eröffnet wurde,
unter Mitwirkung zahlreicher renommierter Vertreter aus Wissenschaft und Politik mit
überaus großem Erfolg statt.
Rund 600 Teilnehmer diskutierten in fünf
verschiedenen Foren die für Telearbeit wichtigen Themenbereiche:
organisatorische
Lösungen
rechtliche Lösungen
technische Lösungen
Qualifizierung von
Arbeitnehmer/Innen
Betriebskonzepte
für Tele(Service)Center
Projektziel:
Förderung der Telearbeit in kleinen und
mittelständischen Unternehmen (KMU)
- Erprobung virtueller Unternehmensformen
- Einstieg ins Internet
- Nutzung von Konferenzen im Netz
Fördermaßnahme erzielt erhebliche
Anstoßwirkung
- Die Ausschreibung fand mit 1.300 Anträgen ein sehr großes
Echo.
- Rund 400 Unternehmen aus ganz Deutschland und aus
verschiedenen Branchen erproben jetzt Telearbeit.
Zwei Drittel
der KMU hatten vor der Fördermaßnahme noch keinerlei Erfahrung mit Telearbeit.
- Die Firmen haben vor Einführung der Telearbeit fundierte
Überlegungen zu technischen, rechtlichen, organisatorischen und qualifikatorischen Fragen
angestellt.
- Ein hochinteressanter Teilnehmerkreis und ein intensiver
Dialog mit allen beteiligten KMU stellen sicher, daß die Ergebnisse für den gesamten
Mittelstand von Nutzen sind.
- Das verbreitete Vorurteil, Telearbeit sei eine Arbeitsform
für junge Mütter, ist widerlegt: Die Zahl der weiblichen und männlichen Arbeitnehmer
ist ausgewogen.
1750
Telearbeitsplätze werden eingerichtet -
500 neue Arbeitsplätze geschaffen
70% der beteiligten Unternehmen haben ihren Sitz im
städtischen Bereich oder in Ballungsräumen.
Telearbeit bietet die Chance zur Entlastung dieser Räume
zugunsten ländlicher Gebiete und Randbereiche.
Ziele der Unternehmen
- Flexibilisierung von Arbeitszeiten
- Verbesserung der Zusammenarbeit mit internen und externen
Partnern
- Produktivitäts-Steigerung
- Erhöhung der Mitar-beitermotivation
- bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf
Fragestellungen und Lösungen zu:
- der rechtlichen Stellung der Arbeitnehmer in Telearbeit
- organisatorischen Konzepten für einen reibungslosen
Übergang
- Veränderung der Zusammenarbeit und der Führungsprozesse
- effektiven Qualifizierungsmodellen
- Kriterien zur Bewertung der Wirtschaftlichkeit
- einer Orientierungshilfe zur Auswahl der adäquaten
technischen Lösung
- Datenschutz und Datensicherheit und Umsetzung durch
Verschlüsselung und digitale Signatur
- Möglichkeiten, durch TeleService-Center eine neue Qualität
von Dienstleistungen anzubieten.

Im August 1998 haben 90% der KMU mit
der praktischen Erprobung begonnen.
Anhang
Presse-
echo

Riesen-Echo auf
Förderprogramm "Telearbeit für den Mittelstand"
-Auszug aus BMBF-Pressemitteilung-
Das vom Bundesministerium für Bildung,
Wissenschaft, Forschung und Technologie (BMBF) gemeinsam mit der Deutschen Telekom AG
gestartete Programm zur Förderung der Telearbeit im Mittelstand stößt in der Wirtschaft
auf große Resonanz. Insgesamt sind nach Ablauf der Antragsfrist 1.286 Antragsentwürfe
eingegangen.
Aus ihnen hat die unabhängige Jury 500
Antragssteller ausgewählt, die gefördert werden sollen. Hauptauswahlkriterium war die
Zahl der neu geschaffenen Telearbeitsplätze, wobei die Gesamtmitarbeiterzahl, eine
möglichst breite Branchenverteilung und die Originalität des Projektes berücksichtigt
wurden. Bis Ende Juli werden die ausgewählten Firmen nun ihre endgültigen
Förderanträge einreichen.
Über 70 % der eingereichten Ideenskizzen
wurden von kleinen Firmen mit weniger als 20 Beschäftigten eingereicht. Die meisten
Firmen wollen 3 5 Telearbeitsplätze einrichten, einige bis zu 35. Drei Viertel der
antragsstellenden Firmen hatten bislang keine Erfahrung mit Telearbeit. Damit wurde ein
Hauptanliegen des Programms schon jetzt voll erreicht: Möglichst viele Firmen, die mit
der modernen Arbeitsform der "Telearbeit" noch nicht vertraut sind, konnten zur
Antragstellung motiviert werden.
Vor allem der Dienstleistungsbereich zeigt
ein großes Interesse an dem Programm. Ingenieurbüros, Werbe- und Nachrichtenagenturen,
Handelsbetriebe, Softwareunternehmen, Unternehmensberatungen und Firmen im Kultur- und
Bildungsbereich zählen zu den häufigsten Antragstellern.
Telearbeit ist eine der wichtigen
wirtschaftlichen Nutzungsmöglichkeiten von Multimedia. Für das Jahr 2000 schätzt die EU
in Deutschland ein Potential von rund 800.000 Telearbeitsplätzen. Heute gibt es 30.000
Telearbeitsplätze in Deutschland. BMBF und Deutsche Telekom stellen für das Programm je
10 Mio. DM bereit, rund 20 Mio. DM werden aus mittelständischen Firmen mobilisiert. Damit
sollen rund 2.500 Telearbeitsplätze geschaffen werden.
|
Bonn, 04.12.1997
 
Rüttgers und Hultzsch: Schon 500 neue Arbeitsplätze durch "Telearbeit im
Mittelstand"
-Auszug aus BMBF-Pressemitteilung-
Der Bundesminister
für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie, Dr. Jürgen Rüttgers, und
Dr. Hagen Hultzsch, Vorstandsmitglied der Deutschen Telekom AG, erklären heute
anläßlich der Konferenz "Telearbeit im Mittelstand" in Bonn:
Das Förderprogamm "Telearbeit im
Mittelstand" wird hervorragend angenommen: Erst im März ist die gemeinsame
Initiative von BMBF und Deutscher Telekom AG gestartet - und rund 1.300 mittelständische
Unternehmen haben einen Antrag gestellt. Daraus hat eine unabhängige Jury jetzt 410
kleine und mittlere Betriebe ausgewählt, die eine Förderung von insgesamt rd. 20 Mio. DM
erhalten. Die geförderten Unternehmen mobilisieren damit wiederum weitere 20 Mio. DM an
privatem Kapital. Damit entstehen über 1.700 Telearbeitsplätze. 500 dieser
Arbeitsplätze sind so neu entstanden - ein sehr gutes Ergebnis. Und: Ein Fünftel der
Firmen gibt schon jetzt an, künftig noch mehr Telearbeitsplätze einrichten zu
wollen."
Drei besonders herausragende und
originelle Konzepte für die Einführung von Telearbeit zeichnen das BMBF und die
Deutsche Telekom AG aufgrund einer Empfehlung von Experten mit einer zusätzlichen Prämie
in Höhe von 10.000 DM aus.
Mit dem Start des "Online-Forum
Telearbeit" haben sich BMBF, die Deutsche Telekom und die Deutsche
Postgewerkschaft im Rahmen von "Telearbeit im Mittelstand" darüber hinaus
gemeinsam entschlossen, den Aufbau eines virtuellen Call-Centers zur Telearbeitsberatung
für Arbeitnehmer ins Leben zu rufen. An Telearbeit interessierte Arbeitnehmerinnen und
Arbeitnehmer können beim Online-Forum ab sofort Fragen zur Telearbeit stellen und sich
beraten lassen.
"Telearbeit im Mittelstand" soll
zur Erprobung und Verbreitung von Telearbeit in mittelständischen Firmen beitragen. Vor
allem kleine Firmen sind an der Maßnahme beteiligt, zwei Drittel haben weniger als 10
Beschäftigte. Fast die Hälfte der Firmen wurden in den letzten fünf Jahren gegründet.
Über 80 % der beteiligten Unternehmen kommen aus dem Dienstleistungsbereich: Es handelt
sich um Firmen aus Softwareproduktion und Internet-Dienstleistungen, aus Groß- und
Einzelhandel, aus der Unternehmensberatung, aus dem Bereich von Bildung und Wissenschaft
sowie dem Verlagsgewerbe. Mit der Maßnahme werden zu zwei Dritteln Firmen erreicht, die
bislang keine Erfahrung mit Telearbeit haben.
Verschiedene mit Telearbeit verbundene
Vorurteile sind bereits nach der Konzeptphase widerlegt worden. Beispielsweise
praktizieren keineswegs nur junge Mütter Telearbeit, sondern die Zahl der teilnehmenden
weiblichen und männlichen Arbeitnehmer ist nahezu gleich. Andererseits zeigt sich, daß
die meisten Telearbeiter in der Altersgruppe von 31 - 40 Jahren liegen und Kinder haben.
Telearbeit ermöglicht also Familien eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und
Kindererziehung. Ein weiteres Vorurteil, daß Telearbeit zur Isolation der Arbeitnehmer
führt, kann ebenfalls nicht bestätigt werden. Die alternierende Telearbeit wird
eindeutig am meisten bevorzugt. Zwei Drittel aller Konzepte favorisieren einen Anteil der
Telearbeit im Betrieb zwischen 40 und 60 %. Arbeitnehmer sollen also in das betriebliche
Geschehen eingebunden bleiben.
Die bislang ausgewerteten Konzepte sind
fast durchweg von hervorragender Qualität. Es werden große Vorteile durch Telearbeit im
Hinblick auf flexiblere Arbeitsprozesse, Einsparung von Raumkosten, stärkere Bindung von
Mitarbeitern, Sicherung externen Know-hows, rascheren Einstieg in moderne Informations-
und Kommunikationstechniken, Verbesserung der internen und externen Zusammenarbeit,
größere Kundennähe und Steigerung der Produktivität erwartet. Gleichzeitig bietet
Telearbeit eine Chance für die Arbeitnehmer, größere Zeitsouveränität zu gewinnen. Im
Rahmen der Begleitforschung werden bis Ende nächsten Jahres auch die von Telearbeit
ausgehenden Effekte auf Verkehr und Umwelt ermittelt.
TA Tele@rbeit GmbH präsentiert Online-Forum
für KMU auf der CeBIT HOME
Geilenkirchen, 14. August 1998 Förderinitiative gab
kräftigen Impuls für Telearbeit in Deutschland
Mit der Förderinitiative Telearbeit im
Mittelstand" haben das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und
Technologie und die Deutsche Telekom AG eine entscheidende Maßnahme zur Förderung der
Telearbeit in Deutschland initiiert, die von allen beteiligten kleinen und mittleren
Unternehmen (KMU) außerordentlich positiv aufgenommen wurde und eine enorme Resonanz
hervorrief: Etwa 1.300 Unternehmen bewarben sich; rund 400 davon wurden für die Teilnahme
ausgewählt.
Telearbeitserfahrungen austauschen aber wie?
Inzwischen haben alle geförderten KMU in ihrem Unternehmen
Telearbeit realisiert und zahlreiche Erfahrungen mit der innovativen Arbeitsform und den
neuen Medien gesammelt. Um dem Wunsch der Teilnehmer nach Erfahrungs- und
Informationsaustausch gerecht zu werden, richtet die TA Tele@rbeit ein interaktives
Online-Forum im Internet ein, das sie während der CeBIT HOME in Halle 4, Stand C12 vom
26.-30. August 1998 in Hannover erstmalig vorstellen wird.
Projekt-Homepage als Informationsdrehscheibe
Mit dieser Homepage wurde ein Diskussionsforum geschaffen,
das allen Projektteilnehmern die Möglichkeit bietet, sich auszutauschen, Fragen zu
stellen oder selbst Ratschläge zur Lösung telearbeitsrelevanter Probleme zu geben. In
Zukunft wird an dieser Stelle auch regelmäßig über den Projektverlauf berichtet und
erste Untersuchungsergebnisse werden veröffentlicht.
Das Online-Forum bietet aber nicht nur die Möglichkeit,
gemeinsame Problemlösungen zu erarbeiten, es ist auch eine Plattform, durch die sich
Kooperationspartner aus gleichen oder sich ergänzenden Branchen zusammenfinden können,
um z.B. gemeinsam Aufträge zu bearbeiten oder technische Hotlines zu nutzen. Damit bietet
sich die zusätzliche Chance, die Wettbewerbsfähigkeit der KMU insgesamt zu verbessern.
Das Internet macht Informationen einer breiten
Öffentlichkeit zugänglich
Die Nutzung des Mediums Internet schafft die Möglichkeit
einer intensiven Verbreitung der Informationen weit über den Teilnehmerkreis der
geförderten Unternehmen hinaus. Auf diese Weise können auch andere interessierte KMU von
den Forschungsergebnissen und Erfahrungen mit Telearbeit profitieren.
Das Online-Forum steht im Internet unter www.ta-telearbeit.de/tim allen Interessierten
zur Verfügung.
Weitere Informationen zum Thema:
TA Tele@rbeit Gesellschaft für innovative
Arbeitsformen mbH
An Fürthenrode 52
D-52511 Geilenkirchen,
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