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Telearbeit in Mittelstand

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Summary

Das DLR, vertreten durch den Projektträger Informationstechnik/Multimedia hat im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung, Forschung, Wissenschaft und Technologie (BMBF) und der Deutschen Telekom AG einen Pilot- und Demonstrationsversuch zur Telearbeit im Mittelstand durchgeführt.

Demonstration und Erprobung von Telearbeit in mittelständischen Unternehmen verschiedener Wirtschaftsbereiche, Übertragbarkeit und Verallgemeinerungsfähigkeit der gewonnenen Erfahrungen sind dabei die Hauptziele der Förderinitiative. Weiterhin werden Impulse für den Arbeitsmarkt und die Auslösung einer Gründungsoffensive von Telearbeitsplätzen im Mittelstand erwartet.

Kleinere und mittlere Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft wurden gefördert, wenn sie mindestens Telearbeitsplätze in einer Größenordnung von 5% der vorhandenen Beschäftigten einrichteten. Im Rahmen eines Wettbewerbs wurden die 500 Unternehmen ausgewählt, die die größte Anzahl an neu zu schaffenden Telearbeitsplätzen im Verhältnis zur Gesamtmitarbeiterzahl aufwiesen.

Bei der zu verlagernden Arbeit mußte es sich um eine Beschäftigung handeln, die traditionell an der Betriebsstätte ausgeführt wird. Die Arbeitszeit außerhalb der Betriebsstätte muß mindestens 40 % der Gesamtarbeitszeit betragen und für die Telearbeiter/innen ist ein reguläres Arbeitsverhältnis zu vereinbaren.

Während der dreimonatigen Konzeptionsphase erarbeitete das Unternehmen, organisatorische, technische, arbeitsrechtliche und ökonomische Lösungen zur Entwicklung und Erprobung von Telearbeit.

In der zweiten einjährigen Phase findet die Implementierung und Evaluierung des vorher erarbeiteten Konzepts statt. Der Zuschuß pro Unternehmen beträgt bis zu 50 v.H. der zuwendungsfähigen Kosten, jedoch höchstens 50.000 DM.

Die wissenschaftliche Begleitforschung hat zum Ziel, die Ergebnisse der Erprobung in allen Bereichen zu sammeln, zu begutachten und zu verbreiten. Im Mittelpunkt des wissenschaftlichen Interesses steht dabei, Kosten-Nutzen-Analysen vorzunehmen und festzustellen, ob die oben dargestellten Herausforderungen gemeistert werden konnten.

An der Ausschreibung beteiligten sich 1300 Unternehmen. Von den ursprünglich ausgewählten Unternehmen erproben zur Zeit 400 die Telearbeit. Insgesamt wurden 1700 Telearbeitsplätze eingerichtet, dabei wurden 500 neue Arbeitsplätze geschaffen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt haben 90% der Unternehmen mit der Erprobung begonnen.

Unterstützend zur Maßnahme Telearbeit im Mittelstand wurde parallel ein Forum eingerichtet, das die Möglichkeit der qualifizierten Beantwortung arbeitsrechtlicher Fragen per Telefon oder im On-Line-Forum bietet.

Im Rahmen der Begleitforschung wurde ein Internet-Forum TIM (Telearbeit im Mittelstand) eingerichtet, das als Plattform zum Austausch zwischen den geförderten Unternehmen und anderen Interessenten an Telearbeit dient.

Projektträger des BMBF

für

Informations-

technik

-Multimedia-

 

 

Projektträger Informationstechnik

-Multimedia-

Für die aktive Gestaltung des Weges in die Wissensgesellschaft ist das erklärte Ziel des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie (BMBF):

Þ Multimedia möglich machen.

Multimediale Informations- und Kommunikationstechniken ermöglichen es, Text, Grafik, Bild, Ton und Film (Video) gleichzeitig zu senden und zu empfangen und für unterschiedliche Zwecke speichern, weiterverarbeiten und darstellen zu können.

Þ Multimedia Strategie

Nach der Multimedia-Strategie des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie (BMBF) gilt es jetzt, die Anwendungspotentiale von Multimedia nachhaltig zu erschließen. Außerdem besteht bei der Entwicklung von Medienkompetenz noch erheblicher Handlungsbedarf.

Daher konzentrieren sich die Forschungsaktivitäten des BMBF und der Organisationseinheit Multimedia auf folgende Schwerpunkte:

Þ Sicherheit in offenen Netzen

· Verläßlichkeit

Mit dem Informations- und Kommunikationsdienste-Gesetz (IuKDG, Multimedia-GesetzÊ) wurde weltweit erstmalig eine klare und einheitliche Regelung für Multimedia-Anwendungen geschaffen. Im Förderschwerpunkt VERNET „Verläßlichkeit kommerzieller Transaktionen in offenen Kommunikationsnetzen" wird das Ziel verfolgt, unterschiedliche Sicherheitstechnologien, Standards und Organisationsprinzipien in konkreten Anwendungsumgebungen pilothaft zu kombinieren, weiterzuentwickeln und zu verifizieren.

Hierbei geht es um

- die Sicherstellung der Authentizität und Integrität,

- die Gewährleistung der Vertraulichkeit,

- Schutzmechanismen gegen Datenübertragungsfehler,

- Sicherheitsinfrastrukturen gegen unautorisierte Zugriffe,

- Standardisierung von Sicherheitsfunktionen.

Þ Datenschutz

Der Schutz persönlicher Daten ist die entscheidende Voraussetzung für eine breite Akzeptanz der neuen Dienste durch den Nutzer. Bei komplexen zukunftsweisenden Projekten soll beispielhaft gezeigt werden, wie datenschutzrechtliche Aspekte in den gesamten Workflow bei Telekooperationsaktionen einfließen und gestaltet werden können.

Neue multimediale Dienste und Telekooperation

Teleservice bietet Chancen, Ferndiagnose, Fernwartung und Fernreparatur über die Datennetze zeitnah und weltweit durchzuführen. Mit dem Förderschwerpunkt „Teleservice" werden kleine und mittlere Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes bei der Einführung dieses Dienstes unterstützt.

Für die Wirtschaft ist Telekooperation Voraussetzung, sich am globalen Markt zu behaupten. Virtuelle Unternehmen stellen eine interessante Organisationsform, besonders für kleine Unternehmen dar.

Þ Neue multimediale Dienste und Telekooperation

Teleservice bietet Chancen, Ferndiagnose, Fernwartung und Fernreparatur über die Datennetze zeitnah und weltweit durchzuführen. Mit dem Förderschwerpunkt „Teleservice" werden kleine und mittlere Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes bei der Einführung dieses Dienstes unterstützt.

Für die Wirtschaft ist Telekooperation Voraussetzung, sich am globalen Markt zu behaupten. Virtuelle Unternehmen stellen eine interessante Organisationsform, besonders für kleine Unternehmen dar.

Þ MEDIA@Komm

Mit dem „Städtewettbewerb Multimedia" sollen neue multimediale Anwendungsfelder für Dienstleistungen einer Stadt und ihr Umfeld in einer integralen Form erschlossen werden. Dabei sollen vertrauliche Dienste mit Hilfe der digitalen Signatur möglichst komplett im Netz abgewickelt werden. Durch eine wissenschaftliche Begleitforschung wird ein breiter Erfahrungsaustausch zur Verbreitung des Ergebnisse gewährleistet.

Þ Medienkompetenz

· Multimedia in der mittelständischen Wirtschaft

Durch eine gemeinsam mit DIHT und ZDH vorbereitete Kampagne zur Vermittlung von mehr Medienkompetenz im Bereich von Industrie, Handel, Dienstleistung und Handwerk wird die mittelständische Wirtschaft stärker an Multimedia herangeführt.

· Senioren ans Netz

Multimediale Techniken gewinnen gerade für Senioren zunehmend an Bedeutung. Hiermit bietet sich die Chance, auch im Alter selbständig zu bleiben und sein Leben aktiv zu gestalten. Im Einzelnen geht es um:

  1. Vermittlung von Kompetenz im Umgang mit multimedialer Technik
  2. Unterstützung von Senioren im täglichen Leben durch multimediale Kommunikationstechnologien.
  3. Benutzerfreundliche, an die spezifischen Belange älterer Menschen angepaßte Lösungen der Multimedia-Technologien
  4. Erfahrungsaustausch von Gruppen in der Seniorenarbeit per Internet

· Telearbeit

Eine zusätzliche Initiative des BMBF gibt Impulse zur Verbreitung der Telearbeit. Telearbeit ist eine weitere wichtige wirtschaftliche Möglichkeit, mit Multimedia die Chancen zur Flexibilisierung der Arbeitswelt zu nutzen. Mit der im März 1997 gemeinsam mit der Deutschen Telekom A.G. gestarteten Initiative soll Telearbeit in der mittelständischen Wirtschaft demonstriert und erprobt werden. Eine weitere Initiative betrifft die „Telearbeit in Verwaltungen".

· Telelearning

Mit der wachsenden Verbreitung von Multimedia-Anwendungen im Bildungswesen bieten sich neue Entwicklungschancen für das Fernstudium an den Hochschulen. Neue Formen der Kooperationen in der Lehre durch gemeinsame Lehrveranstaltungen im Netz werden angestrebt (virtuelle Universität).

Die Förderinitiative

 

Richtlinie zur Förderung von Telearbeit im Mittelstand

Bonn, März 1997

Förderziele

Das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie gemeinsam mit der Deutschen Telekom AG will als Beitrag zur Initiative Telearbeit der Bundesregierung einen Pilot- und Demonstrationsversuch zur Telearbeit in mittelständischen Unternehmen fördern.

Ziele dieser Fördermaßnahme sind:

  1. Demonstration und Erprobung von Telearbeit in mittelständischen Unternehmen verschiedener Wirtschaftsbereiche,
  2. Demonstration der Übertragbarkeit und Verallgemeinerungsfähigkeit der gewonnenen Erfahrungen und Förderung des Erfahrungsaustausches zwischen den Unternehmen im Rahmen einer Begleitforschung,
  3. Impulse für den Arbeitsmarkt und Auslösung einer Gründungsoffensive von Telearbeitsplätzen im Mittelstand.

In einem 2-stufigen Förderprozeß wird zunächst die Erstellung maßgeschneiderter Konzepte für Telearbeitsplätze im Rahmen eines Wettbewerbs in bis zu 500 Unternehmen unterstützt und in der zweiten Phase wird die Umsetzung des Konzepts (z.B. die Qualifikation der Unternehmensmitarbeiter für Telearbeit) gefördert.

Die Teilnahme an einer Begleitforschung und eine abschließende Evaluierung der Projekte nach einem Jahr dient der Verbreitung der gewonnenen modellhaften Ergebnisse und Erfahrungen.

Förderinhalte

Kleinere und mittlere Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft können gefördert werden, wenn sie Telearbeitsplätze neu einrichten. Dabei sollte als Orientierung die Schaffung neuer Telearbeitsplätze in einer Größenordnung von 5% der vorhandenen Beschäftigten angestrebt werden. Bei der zu verlagernden Arbeit, -sei es schon existierende wie auch neu geplante-, muß es sich um eine Beschäftigung handeln, die traditionell an der Betriebsstätte ausgeführt wird. Die Arbeitszeit außerhalb der Betriebsstätte muß mindestens 40 % der Gesamtarbeitszeit betragen und für die Telearbeiter/innen ist ein reguläres Arbeitsverhältnis zu vereinbaren.

Um die Akzeptanz und Bewertungsmöglichkeiten von Telearbeit zu verbreitern, richtet sich die gemeinsame Förderung zum einen auf die Konzeptionsphase, die vor einer Schaffung von Telearbeitsplätzen in der Regel erforderlich ist und zum anderen im Rahmen einer einjährigen Erprobungsphase auf die Qualifikation der Unternehmen für die Telearbeit:

  • Während der maximal dreimonatigen Konzeptionsphase erarbeitet das Unternehmen, falls erforderlich unter Einbeziehung fremder Hilfe, maßgeschneiderte organisatorische, technische, arbeitsrechtliche und ökonomische Lösungen zur Entwicklung und Erprobung von Telearbeit.
  • In der zweiten Phase findet die Implementierung und Evaluierung des vorher erarbeiteten Konzepts statt. Dabei sind die Qualifikation der Mitarbeiter zur Telearbeit und ihre laufende Betreuung, sowie eventuell notwendige Konzeptüberarbeitungen Gegenstand weiterer Förderung. Ferner wird die Inanspruchnahme von Hilfsdiensten, wie z.B. einer Hotline oder eines Vor-Ort-Service bezuschußt, wobei multimediale Telereparaturansätze von besonderem Interesse sind.

Zusätzlich findet eine Förderung notwendiger Anpassungen von existierenden Softwareprogrammen durch das BMBF statt.

Der Erwerb eines speziellen Softwarepakets als Zugang zum künftigen Telekooperationsdienst der Deutschen Telekom AG wird nach seiner Verfügbarkeit alleine durch die Deutsche Telekom AG gefördert.

Daneben wird die Deutsche Telekom AG einen hochwertigen Multimedia-Personalcomputer inklusive ISDN-Anschluß, einer Grundausstattung an Nutzersoftware (Office-Paket) und einer qualifizierten Installation zu einem attraktiven Preis anbieten.

Keine Förderung kann für die Einrichtung des TK-Anschlusses sowie der laufenden Telekommunikationskosten gewährt werden.

Die ausgewählten Unternehmen müssen sich verpflichten, an einer Begleitforschung teilzunehmen. Die wissenschaftliche Begleitforschung hat zum Ziel, die Ergebnisse der Erprobung in allen Bereichen zu sammeln, zu begutachten und zu verbreiten. Im Mittelpunkt des wissenschaftlichen Interesses steht dabei, Kosten-Nutzen-Analysen vorzunehmen und festzustellen, ob die oben dargestellten Herausforderungen gemeistert werden konnten. Die Begleitforschung wird zu gegebener Zeit vom BMBF initiiert.

Zusätzlich zu den obigen Förderinhalten wird die Deutsche Telekom AG zwei weitere Fördermaßnahmen zu diesem Themenfeld einrichten:

  • Konzeption und Einrichtung von Telearbeits- oder TeleServicezentren sollen gefördert werden, wobei unterschiedliche Betreibermodelle denkbar sind.
  • Zusätzlich ist eine spezifische Begleitmaßnahme zur Telearbeitsberatung, -ein sogenanntes Arbeitnehmerforum-, vorgesehen.

Die Details beider Maßnahmen werden gesondert angekündigt.

V. Förderkriterien

Über die Teilnahme an der Fördermaßnahme entscheidet vorrangig der Wettbewerb. Der Schwerpunkt bei der Begutachtung und bei der Auswahl der zu fördernden Unternehmen wird dabei auf der Anzahl der neu zu schaffenden Telearbeitsplätze im Verhältnis zur Gesamtmitarbeiterzahl und der Originalität der Vorschläge liegen. Angestrebt wird die Förderung von bis zu 500 Unternehmen. Eine Berücksichtigung aus möglichst vielen unterschiedlichen Branchen wird angestrebt. Weitere Auswahlkriterien werden aus den zusätzlichen Angaben des Projektantrags abgeleitet.

Im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel (insgesamt ca. 20 Mio. DM) können nur Projekte gefördert werden, die zielkonform zu der oben genannten Aufgabe sind; ein Rechtsanspruch auf Förderung besteht nicht.

Antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, die alle folgenden Kriterien erfüllen:

  • Geschäftsbetrieb in der Bundesrepublik Deutschland,
  • die Beschäftigtenzahl übersteigt nicht 500 Personen,
  • der Jahresumsatz beträgt höchstens 100 Millionen DM,
  • das Unabhängigkeitskriterium ist erfüllt, wenn die KMUs nicht zu 25% oder mehr des Kapitals oder der Stimmanteile im Besitz von einem oder mehreren Unternehmen stehen, welche die Definition nicht erfüllen,
  • das Vorhaben muß in der Bundesrepublik Deutschland durchgeführt werden.

Der Zuschuß pro Unternehmen beträgt bis zu 50 v.H. der zuwendungsfähigen Kosten, jedoch höchstens 50.000 DM. Die Förderung unterteilt sich in zwei Phasen, wobei die unter IV beschriebenen Förderinhalte maßgeblich sind:

  1. Nach Erstellung des Konzepts ist ein Zuschuß bis zu 10.000 DM möglich;
  2. Nach Abschluß der Teilnahme an der begleiteten, einjährigen Erprobungsphase ist ein weiterer Zuschuß bis zu 5.000 DM und zusätzlich eine anteilige Förderung bis zu 1.000 DM pro eingerichtetem Telearbeitsplatz möglich.

Der zahlenmäßige Nachweis hat sich auf alle zuwendungsfähigen Kosten zu erstrecken. Die Kosten sind in voller Höhe und getrennt voneinander zu belegen. Für Personalkosten sind Eigenbelege zulässig.

Die Förderquoten der Projektförderung richten sich nach Artikel 92 des EWG-Vertrages in Verbindung mit dem Gemeinschaftsrahmen für staatliche FuE-Beihilfen und der Verwaltungspraxis der EU-Kommission. Die unterschiedlichen möglichen Förderungen eines einzelnen Unternehmens, die unter die Rubrik „de minimis"-Beihilfe fallen, dürfen nicht 100.000 ECU innerhalb von drei Jahren ab dem Zeitpunkt der ersten Beihilfe übersteigen.

Die Ergebnisse der Begleitforschung

Hintergrund Die Begleitforschung dieses Förderprogramms führt die TA Telearbeit Gesellschaft für innovative Arbeitsformen m.b.H. Geilenkirchen durch. Sie nimmt die konkreten Praxiserfahrungen der mittelständischen Unternehmen detailliert auf, analysiert sie und dokumentiert die Ergebnisse. Für die gesamte Dauer der Maßnahme tritt die TA Telearbeit in einen intensiven Dialog mit den KMU und unterstützt so das Ziel der Initiatoren, Telearbeit im Mittelstand nachhaltig zu fördern.

Konkret umfaßt die Begleitstudie die Analyse der erarbeiteten Konzepte, zahlreiche Befragungen und Fallstudien sowie eine Reflexion im Gesamtkontext in bezug auf:

erfolgreiche Fallbeispiele

Wirkungen der Maßnahme

Gestaltung der Maßnahme

Die Ergebnisse werden im Rahmen von Workshops den teilnehmenden Unternehmen, aber auch einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Am 4. Dezember vergangenen Jahres fand bereits die erste Konferenz, die durch Bundesforschungsminister Herrn Dr. Jürgen Rüttgers und Herrn Dr. Hagen Hultzsch, Vorstandsmitglied der Deutschen Telekom AG, eröffnet wurde, unter Mitwirkung zahlreicher renommierter Vertreter aus Wissenschaft und Politik mit überaus großem Erfolg statt.

Rund 600 Teilnehmer diskutierten in fünf verschiedenen Foren die für Telearbeit wichtigen Themenbereiche:

organisatorische Lösungen

rechtliche Lösungen

technische Lösungen

 

Qualifizierung von Arbeitnehmer/Innen

Betriebskonzepte für Tele(Service)Center

Projektziel:

Förderung der Telearbeit in kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU)

  • Erprobung virtueller Unternehmensformen
  • Einstieg ins Internet
  • Nutzung von Konferenzen im Netz

Fördermaßnahme erzielt erhebliche Anstoßwirkung

  • Die Ausschreibung fand mit 1.300 Anträgen ein sehr großes Echo.
  • Rund 400 Unternehmen aus ganz Deutschland und aus verschiedenen Branchen erproben jetzt Telearbeit.
  • Zwei Drittel der KMU hatten vor der Fördermaßnahme noch keinerlei Erfahrung mit Telearbeit.
  • Die Firmen haben vor Einführung der Telearbeit fundierte Überlegungen zu technischen, rechtlichen, organisatorischen und qualifikatorischen Fragen angestellt.
  • Ein hochinteressanter Teilnehmerkreis und ein intensiver Dialog mit allen beteiligten KMU stellen sicher, daß die Ergebnisse für den gesamten Mittelstand von Nutzen sind.
  • Das verbreitete Vorurteil, Telearbeit sei eine Arbeitsform für junge Mütter, ist widerlegt: Die Zahl der weiblichen und männlichen Arbeitnehmer ist ausgewogen.

1750 Telearbeitsplätze werden eingerichtet -

500 neue Arbeitsplätze geschaffen

  • 70% der beteiligten Unternehmen haben ihren Sitz im städtischen Bereich oder in Ballungsräumen.
  • Telearbeit bietet die Chance zur Entlastung dieser Räume zugunsten ländlicher Gebiete und Randbereiche.

Ziele der Unternehmen

  • Flexibilisierung von Arbeitszeiten
  • Verbesserung der Zusammenarbeit mit internen und externen Partnern
  • Produktivitäts-Steigerung
  • Erhöhung der Mitar-beitermotivation
  • bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf

 Fragestellungen und Lösungen zu:

  • der rechtlichen Stellung der Arbeitnehmer in Telearbeit
  • organisatorischen Konzepten für einen reibungslosen Übergang
  • Veränderung der Zusammenarbeit und der Führungsprozesse
  • effektiven Qualifizierungsmodellen
  • Kriterien zur Bewertung der Wirtschaftlichkeit
  • einer Orientierungshilfe zur Auswahl der adäquaten technischen Lösung
  • Datenschutz und Datensicherheit und Umsetzung durch Verschlüsselung und digitale Signatur
  • Möglichkeiten, durch TeleService-Center eine neue Qualität von Dienstleistungen anzubieten.

 

 Im August 1998 haben 90% der KMU mit der praktischen Erprobung begonnen.

  

Anhang

Presse-

echo

 

 

Riesen-Echo auf Förderprogramm "Telearbeit für den Mittelstand"

-Auszug aus BMBF-Pressemitteilung-

Das vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie (BMBF) gemeinsam mit der Deutschen Telekom AG gestartete Programm zur Förderung der Telearbeit im Mittelstand stößt in der Wirtschaft auf große Resonanz. Insgesamt sind nach Ablauf der Antragsfrist 1.286 Antragsentwürfe eingegangen.

Aus ihnen hat die unabhängige Jury 500 Antragssteller ausgewählt, die gefördert werden sollen. Hauptauswahlkriterium war die Zahl der neu geschaffenen Telearbeitsplätze, wobei die Gesamtmitarbeiterzahl, eine möglichst breite Branchenverteilung und die Originalität des Projektes berücksichtigt wurden. Bis Ende Juli werden die ausgewählten Firmen nun ihre endgültigen Förderanträge einreichen.

Über 70 % der eingereichten Ideenskizzen wurden von kleinen Firmen mit weniger als 20 Beschäftigten eingereicht. Die meisten Firmen wollen 3 ­ 5 Telearbeitsplätze einrichten, einige bis zu 35. Drei Viertel der antragsstellenden Firmen hatten bislang keine Erfahrung mit Telearbeit. Damit wurde ein Hauptanliegen des Programms schon jetzt voll erreicht: Möglichst viele Firmen, die mit der modernen Arbeitsform der "Telearbeit" noch nicht vertraut sind, konnten zur Antragstellung motiviert werden.

Vor allem der Dienstleistungsbereich zeigt ein großes Interesse an dem Programm. Ingenieurbüros, Werbe- und Nachrichtenagenturen, Handelsbetriebe, Softwareunternehmen, Unternehmensberatungen und Firmen im Kultur- und Bildungsbereich zählen zu den häufigsten Antragstellern.

Telearbeit ist eine der wichtigen wirtschaftlichen Nutzungsmöglichkeiten von Multimedia. Für das Jahr 2000 schätzt die EU in Deutschland ein Potential von rund 800.000 Telearbeitsplätzen. Heute gibt es 30.000 Telearbeitsplätze in Deutschland. BMBF und Deutsche Telekom stellen für das Programm je 10 Mio. DM bereit, rund 20 Mio. DM werden aus mittelständischen Firmen mobilisiert. Damit sollen rund 2.500 Telearbeitsplätze geschaffen werden.

 

Bonn, 04.12.1997


Rüttgers und Hultzsch: Schon 500 neue Arbeitsplätze durch "Telearbeit im Mittelstand"

-Auszug aus BMBF-Pressemitteilung-

Der Bundesminister für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie, Dr. Jürgen Rüttgers, und Dr. Hagen Hultzsch, Vorstandsmitglied der Deutschen Telekom AG, erklären heute anläßlich der Konferenz "Telearbeit im Mittelstand" in Bonn:

Das Förderprogamm "Telearbeit im Mittelstand" wird hervorragend angenommen: Erst im März ist die gemeinsame Initiative von BMBF und Deutscher Telekom AG gestartet - und rund 1.300 mittelständische Unternehmen haben einen Antrag gestellt. Daraus hat eine unabhängige Jury jetzt 410 kleine und mittlere Betriebe ausgewählt, die eine Förderung von insgesamt rd. 20 Mio. DM erhalten. Die geförderten Unternehmen mobilisieren damit wiederum weitere 20 Mio. DM an privatem Kapital. Damit entstehen über 1.700 Telearbeitsplätze. 500 dieser Arbeitsplätze sind so neu entstanden - ein sehr gutes Ergebnis. Und: Ein Fünftel der Firmen gibt schon jetzt an, künftig noch mehr Telearbeitsplätze einrichten zu wollen."

Drei besonders herausragende und originelle Konzepte für die Einführung von Telearbeit zeichnen das BMBF und die Deutsche Telekom AG aufgrund einer Empfehlung von Experten mit einer zusätzlichen Prämie in Höhe von 10.000 DM aus.

Mit dem Start des "Online-Forum Telearbeit" haben sich BMBF, die Deutsche Telekom und die Deutsche Postgewerkschaft im Rahmen von "Telearbeit im Mittelstand" darüber hinaus gemeinsam entschlossen, den Aufbau eines virtuellen Call-Centers zur Telearbeitsberatung für Arbeitnehmer ins Leben zu rufen. An Telearbeit interessierte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer können beim Online-Forum ab sofort Fragen zur Telearbeit stellen und sich beraten lassen.

"Telearbeit im Mittelstand" soll zur Erprobung und Verbreitung von Telearbeit in mittelständischen Firmen beitragen. Vor allem kleine Firmen sind an der Maßnahme beteiligt, zwei Drittel haben weniger als 10 Beschäftigte. Fast die Hälfte der Firmen wurden in den letzten fünf Jahren gegründet. Über 80 % der beteiligten Unternehmen kommen aus dem Dienstleistungsbereich: Es handelt sich um Firmen aus Softwareproduktion und Internet-Dienstleistungen, aus Groß- und Einzelhandel, aus der Unternehmensberatung, aus dem Bereich von Bildung und Wissenschaft sowie dem Verlagsgewerbe. Mit der Maßnahme werden zu zwei Dritteln Firmen erreicht, die bislang keine Erfahrung mit Telearbeit haben.

Verschiedene mit Telearbeit verbundene Vorurteile sind bereits nach der Konzeptphase widerlegt worden. Beispielsweise praktizieren keineswegs nur junge Mütter Telearbeit, sondern die Zahl der teilnehmenden weiblichen und männlichen Arbeitnehmer ist nahezu gleich. Andererseits zeigt sich, daß die meisten Telearbeiter in der Altersgruppe von 31 - 40 Jahren liegen und Kinder haben. Telearbeit ermöglicht also Familien eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Kindererziehung. Ein weiteres Vorurteil, daß Telearbeit zur Isolation der Arbeitnehmer führt, kann ebenfalls nicht bestätigt werden. Die alternierende Telearbeit wird eindeutig am meisten bevorzugt. Zwei Drittel aller Konzepte favorisieren einen Anteil der Telearbeit im Betrieb zwischen 40 und 60 %. Arbeitnehmer sollen also in das betriebliche Geschehen eingebunden bleiben.

Die bislang ausgewerteten Konzepte sind fast durchweg von hervorragender Qualität. Es werden große Vorteile durch Telearbeit im Hinblick auf flexiblere Arbeitsprozesse, Einsparung von Raumkosten, stärkere Bindung von Mitarbeitern, Sicherung externen Know-hows, rascheren Einstieg in moderne Informations- und Kommunikationstechniken, Verbesserung der internen und externen Zusammenarbeit, größere Kundennähe und Steigerung der Produktivität erwartet. Gleichzeitig bietet Telearbeit eine Chance für die Arbeitnehmer, größere Zeitsouveränität zu gewinnen. Im Rahmen der Begleitforschung werden bis Ende nächsten Jahres auch die von Telearbeit ausgehenden Effekte auf Verkehr und Umwelt ermittelt.

TA Tele@rbeit GmbH präsentiert Online-Forum für KMU auf der CeBIT HOME

Geilenkirchen, 14. August 1998 – Förderinitiative gab kräftigen Impuls für Telearbeit in Deutschland

Mit der Förderinitiative „Telearbeit im Mittelstand" haben das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie und die Deutsche Telekom AG eine entscheidende Maßnahme zur Förderung der Telearbeit in Deutschland initiiert, die von allen beteiligten kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) außerordentlich positiv aufgenommen wurde und eine enorme Resonanz hervorrief: Etwa 1.300 Unternehmen bewarben sich; rund 400 davon wurden für die Teilnahme ausgewählt.

Telearbeitserfahrungen austauschen – aber wie?

Inzwischen haben alle geförderten KMU in ihrem Unternehmen Telearbeit realisiert und zahlreiche Erfahrungen mit der innovativen Arbeitsform und den neuen Medien gesammelt. Um dem Wunsch der Teilnehmer nach Erfahrungs- und Informationsaustausch gerecht zu werden, richtet die TA Tele@rbeit ein interaktives Online-Forum im Internet ein, das sie während der CeBIT HOME in Halle 4, Stand C12 vom 26.-30. August 1998 in Hannover erstmalig vorstellen wird.

Projekt-Homepage als Informationsdrehscheibe

Mit dieser Homepage wurde ein Diskussionsforum geschaffen, das allen Projektteilnehmern die Möglichkeit bietet, sich auszutauschen, Fragen zu stellen oder selbst Ratschläge zur Lösung telearbeitsrelevanter Probleme zu geben. In Zukunft wird an dieser Stelle auch regelmäßig über den Projektverlauf berichtet und erste Untersuchungsergebnisse werden veröffentlicht.

Das Online-Forum bietet aber nicht nur die Möglichkeit, gemeinsame Problemlösungen zu erarbeiten, es ist auch eine Plattform, durch die sich Kooperationspartner aus gleichen oder sich ergänzenden Branchen zusammenfinden können, um z.B. gemeinsam Aufträge zu bearbeiten oder technische Hotlines zu nutzen. Damit bietet sich die zusätzliche Chance, die Wettbewerbsfähigkeit der KMU insgesamt zu verbessern.

Das Internet macht Informationen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich

Die Nutzung des Mediums Internet schafft die Möglichkeit einer intensiven Verbreitung der Informationen weit über den Teilnehmerkreis der geförderten Unternehmen hinaus. Auf diese Weise können auch andere interessierte KMU von den Forschungsergebnissen und Erfahrungen mit Telearbeit profitieren.

Das Online-Forum steht im Internet unter www.ta-telearbeit.de/tim allen Interessierten zur Verfügung.

Weitere Informationen zum Thema:

TA Tele@rbeit Gesellschaft für innovative
Arbeitsformen mbH
An Fürthenrode 52
D-52511 Geilenkirchen,


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